Tränensäcke – Bedeutung und Behandlung

08.02.2018

Bei den sogenannten „Tränen­säcken“ handelt es sich nicht, wie oft ver­mutet, um einen Behälter für Tränen­flüssig­keit. Der Tränen­sack verläuft bei einem gesunden Auge in einem Knochen­kanal seitlich entlang der Nase und ist von außen nicht sicht­bar. Tränen, die sich im Auge befinden bzw. das Auge bei Fremd­körpern spülen, werden hier gesam­melt und in die Nase weiter­geleitet.

Im Volks­mund werden als Tränen­säcke üb­licher­weise Schwel­lungen unter dem Auge bezeich­net. Dabei kann es sich um eine vor­über­geh­ende Sache, die meist durch Ansam­mlung von Flüssig­keiten entsteht, oder um eine dauer­hafte Erschlaffung und Vor­wölbung von Haut und tiefer liegenden Struk­turen, wie zum Beispiel Muskel oder Fett­gewebe unter­halb der Augen, handeln. Durchaus kann es auch eine Kombi­nation aus beiden Ursachen sein und im Verlauf des Tages variieren. Auch das Alter und Erban­lagen spielen eine Rolle bei der Aus­prägung der Tränen­säcke.

Tränensäcke – operative Behand­lungs­mög­lich­keiten

Vor­über­gehende Schwel­lungen lassen sich relativ unkomp­liziert durch Kühlen behandeln. Dauer­hafte Verän­derungen, die meistens von Gewebe­erschlaf­fung stammen, können auf Wunsch nur operativ entfernt werden. Es bestehen hier zwei verschiedene Mög­lich­keiten zur Ent­fernung. Je nach Stärke der Aus­prägung des Tränen­sackes kann man die Korrektur von der Lid­innen­seite oder von außen unterhalb der Wimpern durch­führen. Ersteres hat den Vorteil keine sicht­baren Narben zu hinter­lassen, ist jedoch bei stark ausge­prägten Schwel­lungen nicht geeignet.

Tränen­säcke – Risiken und Kranken­kasse

Bei beiden Methoden handelt es sich um eine sogenannte „Schön­heits­operation“ und wird von der Kranken­kasse nicht über­nommen. Man sollte bedenken, dass durch das Ent­fernen des Fettge­webes Augen­ringe deut­licher hervor­treten können, da die bläu­lichen Blut­gefäße nicht mehr verdeckt werden können. Als Risiko bei dieser Art von Operation können Infek­tionen, Heilungs­stör­ungen, Narben­bildung sowie Nach­blutungen mit Bluter­güssen auftreten. Auch kann durch die Straffung des Unter­lides die sensible Haut ver­zogen werden, was im ungün­stigsten Fall zu einem inkom­pletten Lidschluss führen kann. Gerade deshalb sollte man der ärztlichen Nachsorgeuntersuchung hohe Auf­merk­sam­keit schenken und die Ent­wicklung selbst gründ­lich beob­achten.

Bei Fragen rund um das Thema Tränen­säcke und opera­tive Mög­lich­keiten können Sie uns gerne tele­fonisch unter 030 555 753 111 oder ganz einfach per Mail kontak­tieren!

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