Ptosis – Ursachen und Behandlung

01.02.2018

Im Griechischen bedeutet Ptosis, der Fall oder die Sen­kung. In der Medizin spricht man vom Herab­hängen eines oder beider Augen­ober­lider. Dies kann ange­boren oder auch erworben sein. Durch das herab­häng­ende Oberlid kann die Pupille ganz oder teil­weise verdeckt werden, was wie­derum zur Behin­derung der Sicht führt. Die Betrof­fenen setzen oft bewusst oder unbewusst Mecha­nismen ein, um die einge­schränkte Sicht zu verbessern. Ein Beispiel dafür ist, die zwang­hafte Kopf­hal­tung mit ange­hobenem Kinn. Bei nicht Behand­lung (meist im Kindes­alter), kann es zu einer Amblyopie (Schwach­sichtig­keit) eines Auges führen.

Verschie­dene Ursachen

die angeborene Ptosis:

  • der „Hebe­muskel“ (Musculus levator palpebrae superioris kurz: Levator) ist erblich bedingt fehlge­bildet
  • ein Hämangiom (Blut­schwäm­mchen) kann ebenfalls zum Herab­hängen des Lides führen

die erworbene Ptosis :

  • durch eine Ver­letzung = traumatica
  • Folge einer Nerven­läh­mung (z.B. nach einem Schlag­anfall, Hirn­haut­ent­zün­dung oder Gehirn­ent­zündung) = paralytica
  • eine Schädi­gung des Sympathicus = sympathica. Man spricht auch vom „Horner-Syndrom“, wenn zusätzlich eine kleine Pupille (Miosis) und Eno­phthal­mus (tiefer einge­sunkenes Auge) vorliegt.
  • Folge einer Muskel­er­krankung. Hier kann es sich um eine Muskel­schwäche oder Muskel­schwund handeln.

Behand­lungs­mög­lich­keiten

Zuerst muss vom Augen­arzt die Ursache für die Lid­fehl­stellung fest­gestellt werden. Liegt eine ange­borene Form vor, kann das herab­hängende Lid mittels einer OP korrigiert werden. Handelt es sich um eine erworbene Ptosis, wird die Behand­lung von der Ursache abhängig gemacht. Bei der Erkran­kung aufgrund einer Ver­letzung oder Läh­mung, wird zuerst einige Monate abge­wartet. Die Lid­fehl­stellung kann sich in manchen Fällen von alleine zurück­bilden. Sollte dies nicht der Fall sein, wird dann eine Ptosis-Operation durch­geführt. Während der Zeit bis zur OP, kann eine soge­nannte Ptosis-Brille getragen werden. Durch einen kleinen Steg wird das her­ab­hängende Lid gestützt, somit kann dem Betrof­fenen das Sehen erleich­tert werden.

Bei Fragen rund um das Thema Ptosis und dessen Behand­lungs­mög­lich­keiten sind wir unter 030 555 753 111 oder per Mail jederzeit für Sie erreichbar!

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